Unsorted (Tips, Lifehacks)




Video-DVDs richtig auf Festplatte (HDD) sichern

Mit Video-Double-Layer-DVDs, insbesondere solchen mit CSS, gibt es häufig das Problem, das man zwar meist deren Dateien angezeigt bekommt, das aber beim Übertragen der Daten auf die Festplatte (HDD) Lese-Fehler auftreten. Der technische Hintergrund ist das zum Abspielen nur 1x Speed benötigt wird, und folglich werden von den Herstellern zum Kosten sparen die Video-DVDs so billig produziert, das sie meist nur bei dieser minimalen Geschwindigkeit fehlerfrei gelesen werden können. Die Laufwerke im PC lesen aber üblicherweise mit 4x Speed oder noch schneller, und dadurch treten meist Fehler auf. Dies ist problematisch, weil schon durch die Fertigungstoleranzen sowohl der DVDs als auch der Laufwerke einige der DVDs schon mit 1x Speed nicht fehlerfrei gelesen werden. Das fällt nur deshalb selten auf, weil beim Ansehen des Videos von DVD sehr kurze Aussetzer oder Fehler beim Bild oder Ton normalerweise nicht wahrgenommen werden können.
Zudem ist die Videos von DVD anzusehen wenig sinnvoll: So eine Scheibe in ein DVD-Laufwerk einzulegen ist bei Netbooks, Ipods und auch sehr kleinen PCs nicht möglich weil sie überhaupt kein DVD-Laufwerk haben und bei Rechnern mit DVD-Laufwerk ist es ziemlich umständlich die richtige Scheibe aus einer DVD-Sammlung rauszusuchen, den PC/Rechnerschrank aufzuschließen und die Scheibe einzulegen, nur um nach dem Ansehen anschließend die umgekehrte Prozedur durchzuführen. Hinzu kommt auch das das DVD-Laufwerk beim Auslesen mehr Strom verbraucht, denn das erhöht die Stromkosten und verkürzt bei mobilen Geräten die Laufzeit.
Außerdem stört nicht selten der Lärm vom DVD-Laufwerk und mit dem Einlegen von DVDs nur zum Video sehen behindert man sich selber, denn währenddessen kann man das Laufwerk nicht anders nutzen; beispielsweise für ein Backup auf DVD-RAM. Weitere Punkte gegen das unnötige Bewegen von CDs/DVDs sind das auch ein unnötiges Lesen die Lebensdauer optischer Laufwerke unnötig reduziert und das optische Laufwerke deutlich langsamer als Festplatten oder SSDs sind. Bei Notebooks/Laptops kommen noch weitere Probleme hinzu: Benutzt man das DVD-Laufwerk, verkürzt dies Akkulaufzeit künstlich und durch Regionalcodes bräuchte man auf Reisen bis zu acht verschiedene Laufwerke, während bei einem ISO-Abbild der Regionalcode egal ist; Programme wie VLC und mplayer ignorieren den. Und das Problem mit den Regionalcodes hat man auch nach einer Reise, auf der man DVDs in verschiedenen Regionen gekauft hat, auch an PCs/Macs.
Das Problem lässt sich leicht lösen mit einem ISO-Abbild, also Speicherabbild des Inhalts, denn schließlich sind nach Paragraf 53 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person u. A. auch zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern zulässig, sofern sie nicht Erwerbszwecken dienen: http://dejure.org/gesetze/UrhG/53.html. Unabhängig davon ergibt sich dieses Recht auf die sogenannte Privatkopie auch aus dem Erschöpfungsgrundsatz und entspricht dem Fair Use-Prinzip.
Das ISO-Abbild kann man als eine Datei lokal auf einer Festplatte speichern oder einem zentralen Daten-Archiv, z. B. einem 2 TB großen NAS komfortabel speichern.
Wie bei fehlerhaften oder fehlerträchtigen Datenträgern und auch minderwertigen Rohlingen üblich sollte man vor dem Auslesen von CDs/DVDs erstmal mit Druckluft oder Reinigungs-CD/DVD reinigen und das Laufwerk drosseln, um der Fehlerkorrektur mehr Zeit zu geben die Bits zu Lesen und Lese-Fehler zu korrigieren.
Das Drosseln erreicht man z. B. mit

hdparm -X 34 -c 0 -u 0 -E 1 /dev/hdc
hdparm -X00 /dev/hdc
setcd -x 1 /dev/hdc

Treten danach noch Probleme auf, hilft meist eine neuere Firmware für das Laufwerk (nach einem Backup der alten falls die neuere schlechter ist) zu flashen. Häufig hilft auch der Tipp ein Slimline-Laufwerk, auch Notebook-Laufwerk genannt, zu nehmen, denn diese Laufwerke haben meist weniger Probleme mit Fehlern.
Das Auslesen sollte fehlertolerant erfolgen, z. B. mittels

rm -f logfile
ddrescue -b2048 -c1 -r3 -d --max-size=11222333444 /dev/hdc video.iso logfile

unter Cygwin oder Linux (z. B. von Knoppix-CD/DVD/USB-Speicherstick). Wobei bei einigen ddrescue-Versionen die -d-Option fehlen kann, so das man sie bei denen weglassen muß.
Hilfreich ist dazu auch ein Alias in der ~/.bashrc wie dieser:

# save dvd/cd/... to tmp.iso, with logfile logfile.txt, error tolerant
alias save_dvd='ddrescue -b2048 -c1 -r3 -d --max-size=11222333444 /dev/sr0 tmp.iso logfile.txt'

Statt ddrescue eignen sich auch dd_rhelp , myrescue oder dd_rescue. Nur so kann man sie richtig archivieren, denn die DVD kann beispielsweise den plötzlichen Alterstod sterben und ohne Backup oder Archivieren hat man zur DVD keinerlei Datensicherheit .
Dies gilt insbesondere für Wegwerf-DVDs/Einmal-DVDs wie die DVD-D: http://www.tomshardware.com/de/Wegwerf-DVD-D-selbstzerstorung-einmal-dvd,testberichte-240003.html
http://www.heise.de/ix/Video-DVD-mit-Selbstzerstoerungsmechanismus--/news/meldung/106665 .
Allerdings sind die inzwischen wieder vom Markt verschwunden, auch wegen dem zweiwöchigen Widerrufsrecht (§ 355 BGB).

Mit dem obigen setcd (hompage http://kde-apps.org/content/show.php?content=18057) wird die Lesegeschwindigkeit auf 1x reduziert, also 1,32 MB/s, aber das sollte theoretisch auch schon mit dem hdparm -E 1 erreicht werden, wenn denn das hdparm-Kommando ohne Fehler ausgeführt wird. Die anderen hdparm-Parameter waren bei meinem Laufwerk vom Typ
LG HL-DT-ST DVDRAM GSA-4160B, FwRev=A306
nötig; bei zwei anderen waren sie nicht nötig.
Neben ddrescue gibt es viele andere ähnliche Programme zum Datenretten; beispielsweise Safecopy (http://safecopy.sourceforge.net/).
Hierbei ist das "direkte" Lesen ("raw") aber immer nicht ganz direkt: Es werden zwar die Daten direkt gelesen, aber physikalisch gespeichert werden sie u. A. mit ECC-Daten die hierbei nicht ausgelesen werden; die Fehlerkorrektur (mittels ECC) läuft im Hintergrund.
Direkt auslesen kann man die Daten auf dem Datenträger, also inkl. ECC-Daten, mit Programmen wie PlexUtilities (dieses allerdings nur mit dem Pextor PX-880A) und auch mit speziellen Geräten wie teuren Meßgeräten von www.audiodev.com.

Das Übertragen der Daten von CD oder DVD auf HDD wird auch als Rippen bezeichnet, ist aber nur ein simples Erstellen eines Abbilds (hier ISO-Abbild ) für eine gewöhnliche Datenrettung.
Interessant ist beim Kopieren der Daten von Video-DVDs, das die Fehler nicht nur durch das Drosseln komplett verschwinden, sondern auch in einigen Laufwerken auch bei hoher Geschwindigkeit nicht auftreten. Die Fehler sind also meist in den Laufwerken und nicht in den DVDs!
Dies ist nichts Besonderes, denn fehlt das Drosseln, gibt es Laufwerk-Probleme, die man schon vom Brennen einfacher Daten-CDs/DVDs kennt, d. h. nur bestimmte Kombinationen von Laufwerk, Firmware und Rohling bzw. gebrannter/gepresster Scheibe arbeiten fehlerfrei zusammen und dies gilt insbesondere für Double-Layer-DVDs: Schon bei den DL-Rohlingen musste ich Mitte 2008 feststellen, das in vier DVD-Brennern nur eine von drei Sorten Rohlingen, Verbatim 2.4x DVD+R DL, mit mindestens einem Brenner fehlerfrei gebrannt werden kann (die Rohlinge von TDK u. Intenso in keinem). Aber auch die guten Verbatim-Rohlinge werden in einem Laufwerk (NEC DVD_RW ND-1300A) überhaupt nicht erkannt; d. h. das Laufwerk wird bei eingelegtem Rohling als leer angezeigt! Gleiches zeigte sich bei mehreren Treiber-CDs.
Entsprechend kann man auch Video-DVDs, z. B. die schon etwas älteren Double-Layer-Video-DVDs zum Film Dinotopia (2002) von BMG und die Catwoman DL-DVD, EAN 7321921314506, und die DVDs der Augsbuger Puppenkiste mit einigen Laufwerken problemlos fehlerfrei lesen, beispielsweise mit dem Laufwerk
TSSTcorpCD/DVDW TS-L632D, FwRev=TI01
während im älteren
LG HL-DT-ST DVDRAM GSA-4160B, FwRev=A306
und
NEC DVD_RW ND-1300A, FwRev=1.0B
schon nach ein paar MB von mehreren GB mit Fehlern abgebrochen wird, wenn man nicht mit hdparm/setcd richtig drosselt und mit dd oder cat nicht fehlertolerant ausliest (d. h. z. B. "dd if=/dev/sr0 of=catw.iso" oder "cat /dev/hdc > catwoman_dvd.iso"). Und selbst ein fehlertolerantes Auslesen liefert ohne richtiges Drosseln bei diesen Laufwerken Abbilder mit Fehlern, wie z. B. ein XOR mit einem fehlerfreien Abbild zeigt.

Mit richtigem Drosseln kann man auch mit alten fehlerreichen Laufwerken die Video-DVDs noch komplett lesen; es dauert dann zwar doppelt so lange, liefert aber ein fehlerfreies Ergebnis.
Dies hilft auch beim Datenretten von nicht fehlerfrei lesbaren Daten-CDs/DVDs und umgekehrt kann man mit Video-DVDs testen, wie gut sich ein Laufwerk zur Datenrettung auch von Daten-DVDs eignet.
Falls dennoch Probleme auftauchen sollten, sollte man zwei weitere Optionen von ddrescue ausprobieren: -r1 oder -n statt -R und testweise -d weglassen.
Ein Firmware-Update des Laufwerks kann auch helfen. Beispielsweise hatte ich bei einem DVD-Brenner (LG HL-DT-ST DVDRAM GSA-4160B) das Phänomen, das er zwar DL-Rohlinge als Daten-DVD fehlerfrei brennen konnte, aber er konnte seine selbst gebrannten Daten nicht lesen, so das nicht einmal ein Überprüfen (Verify/Check) der gebrannten Daten möglich war! Mit einem Firmware-Update war der Fehler behoben.
Zudem kann man auch weiter drosseln: Das betreffende Laufwerk schon per BIOS-Einstellungen drosseln, DMA abstellen (hdparm -d 0) oder auch ein USB-DVD-Laufwerk über einen USB1-Bus oder -Hub verwenden oder das DVD-Laufwerk über einen USB-IDE/SATA-Adapter und über einen USB1-Bus oder -Hub verwenden.

Hilft auch das Drossel nicht, um die DVD fehlerfrei auszulesen, benötigt man ein spezielles Backup-Programm wie dvdbackup, siehe https://wiki.ubuntuusers.de/dvdbackup/.
https://wiki.ubuntuusers.de/dvdbackup/.
Das Schreiben/Brennen ist noch komplizierter als das Lesen und langsamer ist beim Brennen nicht immer besser: Es gibt Brenner, die nur mit einer Mindest-Geschwindigkeit, z. B. 12x, zuverlässig funktionieren, weil der Brenner die Laser-Leistung nicht ausreichend reduzieren kann. Meistens ist dies kein Problem, weil die Brenn-Programme dies erkennen und keine Geschwindigkeit kleiner als die Mindestgeschwindigkeit anbieten, aber dies ist nicht immer so und zudem gibt es einige CD- und DVD-Player die nur Scheiben lesen können, die mit weniger als der Mindestgeschwindigkeit des Brenners gebrannte Scheiben lesen können; d. h. man benötigt einen zum CD- oder DVD-Player geschwindigkeits-kompatiblen Brenner: http://www.pcwelt.de/forum/cd-rom-brenner-dvd/133560-brenngeschwindigkeit-drosseln.html.

Nach dem Übertragen vom Image kann man die Abspielprogramme mit dem ISO-Abbild als Parameter aufrufen, also z. B.

mplayer -forceidx -dvd-device cat.iso dvd://1

Statt mplayer kann man auch den VLC media player nehmen und ganz einfach über das Menü über "Medien / Datei öffnen" das ISO-Abbild ebenso wie eine DVD öffnen; man sieht nach dem Öffnen keinen Unterschied zwischen dem Abbild und der Original-Scheibe. Angeblich eignen sich dafür auch PowerDVD und PowerCinema sowie XBMC Media Center.
Um auf die Dateien in diesem Abbild zuzugreifen, kann man es einfach mounten. Unter Linux z. B. mit:

mount -o loop cat.iso /mnt/tmp

Für MS-Windows benötigt man dafür Programme wie Demon Tools, Virtual Clone Drive oder das "Virtual CDRom Control Panel", das es kostenlos von Microsoft gibt und keine Installation benötigt. Unter MS-Win können die Abspielprogramme dann auf die virtuelle CD oder DVD zugreifen.
Für das professionelle Firmenumfeld gibt es dafür die Emulationssoftware "Virtual CD", für CD, DVD, DVD-RAM, Blue-Ray und HD DVD. Damit wird ein Image z. B. auf Festplatte erstellt, auch mit Subchanel-Daten im LAN als virtuelles Laufwerk verfügbar.

Daneben gibt auch den Workaround ein CD/DVD-Abbild per virtual Media bzw. USB redirect über IPMI bzw. DASH zu verwenden, was auch über LAN funktioniert. Allerdings muss dafür auf dem betreffenden Rechner IPMI oder DASH vorhanden sein bzw. mit einer entsprechenden Karte nachgerüstet werden.
Die so zugänglichen Dateisysteme sind aber nur lesbar; zum Schreiben in ISO-Abbild benötigt man unter MS-Windows ein Programm wie Ultraiso und unter unixoiden Betriebssystemen, z. B. Linux, nimmt man dafür Programme wie ISO-Master oder ein Entpacken (Mounten des ISO-Abbilds), Kopieren in ein Verzeichnis, Modifizieren der Kopie und wieder Einpacken mittels mkisofs. Eine Alternative hierzu ist eine Multsession-CD/DVD zu brennen und nach dem ersten Brennen bei einem zweiten Brennen mit modifizierten Dateien die ersten zu überschreiben.

Das Verfahren, die Daten einfach direkt (raw) zu lesen, funktioniert bei allen direkt lesbaren Datenträgern also Lochkarten, Lochstreifen, Lochbandkarten, Magnetkarten, Magnetbänder, Disketten, Festplatten, ROM, CDs, DVDs, usw. denn dort können Daten weder versteckt noch (auf Datenträger-Ebene) verschlüsselt werden, weil man sie ja komplett und direkt lesen kann.
Bei Datenträgern mit Kopierschutz, z. B. SD Memory Cards mit aktiviertem Kopierschutz ( CPRM ), also versteckt+verschlüsselt abgelegten sowie nur verschlüsselt übertragenen Daten, funktioniert es daher ebensowenig wie bei einem MSP430 mit durchgebrannter JTAG access security fuse, denn auch das Auslesen des MSP430 über den Bootstrap Loader erfordert das korrekte 256 Bit lange Passwort: http://focus.ti.com/mcu/docs/mcusupporttechdocsc.tsp?sectionId=96&tabId=1502&abstractName=slaa089d.
Es gibt zwar Deklarationen auf CDs/DVDs und deren Verpackungen, die als Kopierschutz ausgegeben werden, beispielsweise im Inhaltsverzeichnis (Table of Contents, TOC) ein Red-Book-Standard-konformes Bit das einen Kopierschutz anzeigen soll, aber solche Deklarationen werden beim Erstellen des ISO-Abbildes überhaupt nicht beachtet und können daher gar nicht wirksam sein; sie sind nur eine reine Attrappe als Marketing-Gag, um den Kunden (Auftraggeber für die CDs/DVDs) zu sagen es wäre ein Kopierschutz eingebaut, obwohl es nur eine Attrappe ist!
Mit einem Kopierschutz, also einer Maßnahme um die Vervielfältigung von Daten zu verhindern, hat so eine Deklaration nichts zu tun, obwohl diese Marketing-Gags auch in Programme wie Nero Burning Rom eingebaut wurden, so das es sich beispielsweise weigert die problemlos kopierbare Catwoman DL-DVD, EAN 7321921314506, zu kopieren, obwohl die Rechtslage eindeutig ist: Nach § 95a ff. UrhG ist eine technische Maßnahme (nicht nur eine Deklaration) als Kopierschutz eine Zugangskontrolle, ein Schutzmechanismus wie Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder ein Mechanismus zur Kontrolle der Vervielfältigung, der die Erreichung des Schutzziels, Vervielfältigung von Daten zu verhindern, sicherstellt.
Um juristisch wirksam zu sein, muss der Kopierschutz nicht nur mehr als eine Deklaration sein, sondern zudem technisch wirksam sein, so wie eine JTAG access security fuse und dies ist bei CDs/DVDs nicht gegeben.
Die meisten Programme enthalten folglich keine solchen Marketing-Gags, so das beispielsweise growisofs das ISO-Abbild der Catwoman DL-DVD problemlos brennt und K3b die DVD problemlos kopiert.
Außerdem ist zum eigenen privaten Gebrauch nicht nur das Umgehen von Kopierschutz ausdrücklich erlaubt, sondern auch Eingriffe in technische Schutzmaßnahmen und zur Rechtewahrnehmung erforderliche Informationen; privat ist man also in keinster Weise beim Kopieren oder Besitzen von Kopien eingeschränkt! Nachzulesen ist dieses Fair-Use-Prinzip in UrhG § 108b Abs. 1: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__108b.html.
Neben dem privaten Bereich gibt es weitere Bereiche, die keine Einschränkung beim Kopieren haben; beispielsweise die wissenschaftliche Forschung aufgrund der grundgesetzlich geschützten Forschungsfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG).


Links

Weil ISO-Images nicht ganz einfach mit Prüfsummen verglichen werden können, und weil sie meist unnötig groß sind, habe ich zum Überprüfen und Stripen von ISO-Images hier eine Seite mit Skripten dafür gemacht.

Zwei Links zum Sichern von CDs/DVDs unter Linux:
http://ask.metafilter.com/68265/But-its-just-a-little-scratch
http://gentoo-wiki.com/HOWTO_Backup_a_DVD

Link zu DVDs/CDs und Videos unter Linux (Debian):
http://www.linuxtopia.org/online_books/linux_beginner_books/debian_linux_desktop_survival_guide/DVD.shtml

Link zu Blu-Ray und HD DVD unter Linux:
https://help.ubuntu.com/community/RestrictedFormats/BluRayAndHDDVD
Link zu Link zu Blu-Ray und (HD)DVD unter MS-Windows:
Slysoft: Update von AnyDVD verfügbar.

Auf CD/DVD-Rohlinge (und vieles andere) wird eine pauschale Urheberrechtsabgabe schon beim Importeur/Hersteller erhoben und die kann man rückerstattet bekommen, wenn man Daten brennt, über deren Rechte man selbst verfügt (z. B. Urlaubsfotos, Backups etc.) oder für die der Urheber seine ausdrückliche Einwilligung erteilt hat. Auch legale Kopien von Filmen und Musik, bei denen kein Kopierschutz umgangen werden muss, also praktisch alle CD/DVD-Rohlinge, sind (zumind. in Österreich) von der Urheberrechtsabgabe ausgenommen. Man kann in Österreich von der Austro Mechana, in Deutschland von der GEMA, die Abgabe zurückfordern:
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=491401
oder auch
http://www.united-forum.de/off-topic-f17/urheberrechtsabgabe-fuer-cd-dvd-retour-24046/
sowie
http://www.fotografen.at/fachbereich/modules.php?name=News&file=article&sid=238
und http://www.pressetext.at/news/031205037/legale-kopierer-koennen-geld-zurueck-verlangen/

Der FFS, http://www.ffs.or.at, hat auf seiner Website ein Formular vorgefertigt, mit dem man die Rückerstattung der Urheberrechtsabgabe bei der zuständigen österreichischen Verwertungsgesellschaft Austro Mechana http://www.austromechana.at einfordern kann. In Deutschland muss man sich an die ZPÜ wenden. Das FFS-Formular für die Rückerstattung: lkv.pdf

Pro CD-Rom können nach Angaben des FFS so bis zu 0,20 Euro, für eine DVD um die 0,36 Euro zurückverlangt werden (Österreich, Stand 2004, deutsche Stand 2010 hier). In Deutschland liegt der Anteil der Abgabe 2010 bei 50 Prozent vom Endkundenpreis: http://www.golem.de/1002/72867.html

Theoretisch kann man so auch weitere Urheberrechtsabgaben, z. B. die auf PCs ( 2010 bei rund 13 Euro/Stk. ), zurück verlangen.





Pulsgurtträger/Pulsgurthalter

Beim Sport, insbesondere beim Laufen verwendet man häufig ein kabelloses Herzfrequenzmessgerät mit einem Brustgut, auch Pulsgurt genannt. Diese direkte Messmethode ist zuverlässig und genau, vorausgesetzt der Gurt liegt richtig an und rutscht nicht weg.
Der Gurt wird befestigt indem er nur umgeschnallt wird, wie ein Gürtel. Er soll durch Haftreibung auf der Stelle bleiben, aber er wird nach unten gezogen durch die Schwerkraft und den nach unten zur Taille geringeren Rumpfumfang (außer bei übergewichtigen Menschen). Physikalisch ist die Ursache das hier zwei potentielle Energien des Gurts frei werden: Die potentielle Energie im Schwerefeld der Erde und die elastische Energie des Gürtels.
In der Praxis zeigt sich das die Haftreibung den fest gespannten Gurt nur kurze Zeit hält, denn beim Sport kommt unter den Gurt neben Schweiß, der die Haftreibung vermindert, auch die Bewegung der Muskeln und des Schwerpunkts (d. h. ständig wechselnder g-Wert) und dadurch wandert der Gurt mehr oder minder schnell zur Taille. Bei mir wandern die billigen Gurte von Discountern wie Lidl und Aldi circa einmal pro Lauf-Kilometer, teurere wie der "WearLink +" des Polar FT60 circa einmal pro drei Lauf-Kilometer zur Taille.
Eine weitere Folge des rutschenden Gurts ist das einige Läufer aus Angst, der Pulsgurt könnte verrutschen, nur noch unvollständig ausatmen. Andere Läufer verwenden deshalb Kinder-Hosenträger um den Gurt zu fixieren, aber eigene Tests zeigten das die wenig geeigenet sind, denn a) ist ein Hosenträger mit vier Befestigungspunkten aufwändig und b) rutscht der Gurt leicht aus den Klammern, insebesondere an den Abschnitten, in denen er nur aus Plastik oder Gummi besteht. Deshalb entwickelte ich 2010 einen Pulsgurtträger/Pulsgurthalter ohne diese Nachteile:
Pulsgurträger


Wie man sieht ist es ein halber Hosenträger, der beim Tragen über eine Schulter gelegt wird, denn zum Fixieren des Gurts reicht ein Band aus. Angelegt wird der Pulsgurt wie üblich und beispielsweise hier beschreiben, aber zusätzlich mit dem Band, das über einer Schulter verläuft und nur so schwach gespannt ist, das es das Gewicht vom Pulsgurt trägt. Zum erstmaligen Einstellen der Länge sollte man den Metall-Clip des Hosenträger-Bandes nach vorne legen (auf dem Bild ist er hinten).
Die Klemmen wurden ersetzt durch Schlüsselringe und Sicherheitsnadeln, so das ein Herausrutschen des Gurts unmöglich ist.
Die Sicherheitsnadeln sind natürlich so angebracht, das sie sich nach außen öffnen lassen, so das die Spitzen immer weg vom Körper zeigen.

Ein Problem mit dem Pulsgurt WearLink von Polar ist der schlechte elektrische Kontakt zur Haut, weil dafür relativ schlecht leitendes Textilgewebe verwendet wird. Dagegen hilft, wie im Handbuch angegeben, ein Befeuchten der Kontaktflächen aber einfacher und hygienischer ist es stattdessen die Kontaktflächen mit etwas Graphit-Spray (Leitlack auf Graphitbasis) leitfähiger zu machen. Es zeigte sich, das damit auch die Anzeige während des Trainings, mit durchschwitzter Kleidung, also viel Feuchtigkeit, sehr viel stabiler ist. Damit habe ich weder Aussetzer noch Ausreißer.
Bei den billigen uncodierten Pulsgurten, oben ist einer vom Discounter Lidl abgebildet, gibt es das Problem der schwachen Kontaktierung nicht weil bessere und massive großflächige leitfähige Plastik-Kontakte verwendet werden, aber dafür rutschen diese Gurte viel stärker.
Wie zuverlässig die Pulsanzeige ist, sieht man nach 10 bis 30 Sekunden, denn angezeigt wird nicht der aktuelle Puls sondern der Puls ohne die Herzfrequenzvariabilität, also ein Mittelwert.

Wie die Pulsgurte vom Polar sollte der Pulsgurthalter im Wäschebeutel bei 40° gewaschen werden, nach ungefähr vier Benutzungen. Das Graphit-Spray muss meist nach jeder Wäsche neu aufgesprüht werden, nach dem Trocknen. Nach dem Aufsprühen sollte der Gurt mehrere Stunden lang trochnen, damit das Lösungsmittel ausgast.

Wichtig beim Pulsgurt sind auch die Batterien, denn beim Polar FT60 zeigt sich, das wenn sie, im Pulsgurt wie in der Uhr, nicht mindestens 3,10 V haben die Pulsnzeige unzuverlässig wird. Und nur die Uhr meldet eine zu niedrige Spannung, aber auch erst unter 3,05 V, also erst nachdem die Anzeige unzuverlässig wurde. Dabei sind die Lithium-Batterien (Typ CR2025) noch mehr als halb voll, denn erst bei noch geringerer Spannung, nämlich 3,00 V, sind sie halb leer. Beim FT60 und dem zugehörigen Pulsgurt benötigt man daher ca. alle sechs Monate neue Batterien.

Für Frauen gibt es Pulsgurtträger/Pulsgurthalter schon lange, in Form von Sport-BHs in die man den Pulsgurt, oder den aufsteckbaren Sender integrieren kann.
Einen 2007 durchgeführten Test der Zeitschrift Tour, mit vier Sport-BHs, findet man hier:
http://www.dk-content.de/tour/pdf-archiv/tests/sportBHs-0207.pdf.

Mythos Laufsaison

Beim Laufen im Freien gibt es keine Saison, sofern sich die Wege nicht durch deutlich über 20 cm tiefen Schnee wirklich nicht mehr zum Lauf eignen. Man kann dann noch mit Schneeschuhen gehen, aber nicht mehr Laufen.
Bei rutschigen Wegen mit Schnee und insbesondere Eis eignen sich als "kleine Steigeisen" sogenannte Schuhspikes:

Schuhspikes Schuhspikes


Sie kosten 2013 um 10 Euro, auf Ebay.de wie bei Pearl.de, und vom Hersteller www.hecht.cz werden sie als "Snow Shoes" bezeichnet.
Im Schnee hat man damit durch das mehr an Profil besseren Halt und auf Eis hat man damit sehr guten Halt, fast so gut wie mit Steigeisen, die ebenfalls darauf basieren das durch das Körpergewicht Metall-Spitzen und -Kanten in Schnee und Eis drücken um ein Rutschen verhindern (Formschluss).
Ohne eine über den Schuh reichende Befestigung sind die Schuhspikes aber nur locker übergestülpt und fallen meist nach wenigen Kilometern ab. Das reicht für kurze Wege in der Stadt, aber nicht einmal für einen 5000 m-Lauf. Für längere Strecken und zum Laufen benötigt man daher die oben abgebildeten Aluminium Karabinerhaken und Spanngummis/Zeltgummis/Abspanngummis zum Fixieren. Zusammen wiegen alle Teile nur 385 g.
Man kann damit auch auf trockenen Wegen laufen, aber der Abrieb der Metallspitzen ist dort so hoch, das die sie nach ca. 50 km abgenutzt sind. Auf Schnee und Eis ist die Abnutzung viel geringer. Dadurch können die "Snow Shoes" auf Strecken ohne große Steigungen/Gefälle Steigeisen ersetzen.

Da man insbesondere im Winter wenig Licht draußen hat, nimmt man zur Beleuchtung am besten eine kräftige Stirnlampe wie die XML T6 1600LM LED Stirnlampe mit (gemessen) 5 Watt:
Stirnlampe

Diese Lampe hat einen hellen Spot und ist zu den Seiten hin weniger hell, so das man die Wegmitte sehr gut und die Ränder noch gut ausgeleuchtet hat. Sie hat auch ein relativ schwaches rotes Rücklicht, so das der Träger auch von hinten halbwegs gut sichtbar ist.
Nachteilig an dieser Lampe ist das man den Lichtkegel nicht enger oder breiter einstellen kann. Benötigt man die Stirnlampe für mehr als nur Laufen oder Fahren, beispielsweise auch in einem Zelt, nimmt man besser eine ähnliche CREE XM-L XM-L T6 LED Stirnlampe, ebenfalls Made in China und 2012 um 15 Euro teuer, denn die hat eine verstellbare Linse, die man sogar abschrauben kann. Einen Diffusor (Milchglasscheibe, für diffusive statische Lichtstreuung), zur gleichmäßigen und blendfreien Ausleuchung der näheren Umgebung, hat die aber auch nicht. Allerdings kann man den Diffusor einfach nachrüsten, als sogenannten Universal-Diffusor, in Form einer elastischen Haube.

Beim Versand aus dem EU-Ausland, also von außerhalb der EU, sollte man darauf achten das die Bestellung unter der Zollfreigrenze von 22 Euro bleibt, da oberhalb die EU-Marktabschottung greift und das bedeutet das schon minimalste Mängel wie fehlende CE-Kennzeichnung dazu führen das der Zoll die Lampe zurück schickt oder vernichtet. Da helfen auch keine Bescheinigungen wie Schulung zur Elektrofachkraft und andere Nachweise das diese minimalen Mängel den Kunden bekannt und von ihm beherrschbar sind, und auch mit einer vom importierenden Kunden ausgestellten CE-Konformitätserklärung lässt sich der Zoll von der Marktabschottung nicht abbringen. Die nötigen Akkus, zwei TR18650, sollte man daher aus dem EU-Ausland immer separat bestellen, oder aus dem EU-Innland bestellen.
Es gibt zwar ähnlich helle Stirnlampen auch von europäischen Herstellern und Händlern im EU-Innland, aber zum mindestens doppelten Preis und sie sind nur minimal besser, bei Langlebigkeit und Tragekomfort. Ein Beispiel ist die 1200 Lm lux CREE XM-L T6 LED Scheinwerfer Fahrrad, die auch als Stirnlampe verwendet werden kann und Anfang 2013 knapp 40 Euro kostet.
Unabhängig vom Hersteller sollte man vor einem längeren Einsatz Outdoor die Lampe in jedem Fall innerhalb der 14tägigen Rückgabefrist testen, zumindest mit die Zeit Messen bis die Akkus bei voller Leistung leer sind und ob die Lampe nach einer Nacht im Tiefkühlfach bei -20°C noch problemlos funktioniert.

Unterhalb von um 0°C sollte man eine lange Laufhose und eine langärmlige Laufjacke tragen, neben dünnen Handschuhen:
Handschuhe

Solche dünnen Handschuhe findet man unter dem Namen Torwart-Handschuhe aber auch als Zubehör für Fallschirmspringer, denn die haben in hohen Luftschichten von einigen km Höhe meist unter 0°C Lufttemperatur.

Ab ca. -10°C sollte man den Kopf mit einem Stirnband etwas vor der Kälte schützen und ab -15 bis -20°C sollte man für mehr Isolation auch (dünne) Unterwäsche tragen. Ab -15 bis -20°C benötigt man beim Laufen einen Atemwärmer, denn bei so kalter Luft gelingt es dem Körper nicht mehr, die eingeatmete Luft ausreichend zu erwärmen, bis sie die Lunge erreicht. Es genügt ein einfacher und günstiger Atemwärmer wie der ColdAvenger:
Atemwärmer

Zum Laufen bei Kälte gibt es auch weitere Tipps, beispielsweise von DerStandard: Wie Laufen auch bei Schnee und Kälte klappt" von 2019-01-20.
Beim anderen Extrem, also hohe Lufttemperaturen weit über 40°C, ist die Verdunstungskühlung durch den Schweiß zu schwach und man muss entsprechend mit kleinen Duschen (mit Wasser übergießen) für mehr Verdunstungskälte sorgen um Überhitzung zu vermeiden.





Kettenschutzringe und einfache Ergänzung zu einem wirksamen Kettenschutz

Viele neuere Fahrräder haben statt einem großen Kettenschutz nur einen Kettenschutzring oder eine Kettenschutzscheibe, die den Kontakt zwischen Kette und Hose verhindern soll:
Kettenschutring


Allerdings zeigt sich in der Praxis das dies nur halb funktioniert und kein Kettenschutzblech ersetzen kann, da Scheibe/Ring nur in direkter Nähe des Kettenblatts sind und nur dort wirken. Einige Zentimeter weiter hinten gibt es deshalb häufiger Kontakt zwischen Hose und Kette, so das die Hose mit Kettenfett verdreckt wird:
Kettenschutring

Gegen diesen Murks, der die Verdreckung der Hose nur etwas verringert, gibt es mehrere Lösungen:
a) Vorbeugen: Kein Fahrrad mit Kettenschutzring oder Kettenschutzscheibe kaufen sondern eines mit Kettenschutz.
b) Stealth-Technik: Nur schwarze Hosen tragen, da man den Dreck auf ihnen nicht sehen kann.
c) Nur kurze Hosen oder Hosenspangen tragen.
d) Ein Zusätzlicher Kettenschutz wie Horn Catena 05-3 Kunststoff-Kettenschutz oder Horn Catena 02 Kunststoff-Kettenschutz. Allerdings sind sie nur schwer erhältlich, so das der örtliche Fachhändler dazu meist nur sagt "Haben wir nicht, kennen wir nicht, können wir nicht bestellen". Zudem kann man sie nicht an jedem Rahmen befestigen und billig sind sie nicht.
e) Ein am Rahmen mit Kabelbindern befestigtes und wenig biegeschlaffes Seil, z. B. die Seilführung (Aussenhülle) von einem Bremskabel (Bremskabel), z. B. einem Universal-Bremszug 53 cm:
Kettenschutring
Kettenschutring
Kettenschutring

Da das Problem nur oben an der Kette auftritt benötigt man nur dort diesen Kontaktschutz und entsprechend sind ja auch die Kettenschutzbleche aufgebaut.
Wie auf den Bildern zu sehen muss man insbesondere mit dem ersten unteren Kabelbinder so ausrichten das das Seil nach außen gebogen wird, aber die Kurbel nicht anstößt.
Der Aufwand liegt unter fünf Euro und fünf Minuten Arbeitszeit.





Doppelschraubstock (engl. double-vice)

Zum provisorischen Befestigen einer Kamera oder Antenne an Stangen oder Ästen gibt es zwar flexible Tripods, auch Gorillapod genannt, aber wie schon der Name sagt, kann man damit nicht richtig fixieren, so das sie relativ leicht nachgeben und bei starkem Wind stark Wackeln.
Um so fest wie im Schraubstock zu fixieren benötigt man etwas stärkeres, etwas wie einen Doppelschraubstock (engl. double-vice):

Doppelschraubstock, double-vice Doppel-Schraubstock im Einsatz


Das sieht aufwendig und teuer aus, aber der Eindruck täuscht: Beim Billig-Versand, z. B. Pollin, oder auch auf Ebay als "OBI LUX 116528" oder unter anderen Bezeichnungen oder Farben kostet ein solcher Schraubstock mit 6 cm Spannweite, 3 cm Spanntiefe und mit Kugelgelenkkopf 2013/2014 weniger als 10 Euro, die beiden Klemmmutern/Stopmuttern zum zusammenschrauben (Kraftschluß) ca. 20 Cent, so das der Doppelschraubstock mit fast genau 20 Euro so wenig wie ein mittlerer Tripod kostet. Die Gewindestange in der Mitte ist schon beim fabrikneuen Schraubstock vorhanden und man muss nur deren Enden frei machen sowie zwei einfache Schraubstöcke einfach zusammenschrauben. Optional kann man die Gewindestange auch kürzen und beim abgebildeten wurde um rund 2 cm gekürzt.
Montage und Demontage dauert ungefähr genau so lange wie bei einem Tripod.
Der Doppelschraubstock hat zwei Nachteile: Beim Fixieren des Kugekopfs kann es leich passieren das er um über 1° verdreht wird, zumindest bei den 9,99 Euro billigen Schraubstöcken, und obwohl der abgebildete Doppelschraubstock größtenteils aus Alu besteht wiegt er 1,5 kg, wohingegen ein mittelgroßer Tripod mit angeschraubter Polklemme nur 350 g wiegt.
Das Verdrehen beim Fixieren sollte nicht auftreten bei hochwertigen und massiveren Schraubstöcken, z. B. dem Stanley MaxSteel, englisch Stanley 183069 Multi Angle Hobby Vice, der mit um 25 Euro (Stand 2014) ebenfalls nicht teuer ist, aber ein Doppelschraubstock daraus wiegt 3 kg.
Daneben gibt es auch Schnellspann-Versionen von Schraubstöcken z. B. den Spannfix-Schraubstock, von dem es auch eine ESD-Version gibt, die also elektrostatische Aufladung durch einen mittelmäßig hohen Widerstand verhindert.
Eine Kamara mit einem Gewinde für ein Stativ kann man an einem Doppelschraubstock einfach mit Hilfe einer Flügelschraube und Klemmmutter/Stopmutter befestigen.

Updata 2014-07

Zum schnellen Befestigen von schwererem wie einer 3,5 kg Parabolantenne eignen sich die billigen und relativ leichten Schraubstöcke mit Kugelgelenkkopf nicht, denn beim erforderlichen kräftigen festschrauben bricht die Kugelgelenkkopf-Halterung leicht. Die leichte billige Aluguss-Struktur verträgt nur relativ schwache Kräfte, beispielsweise die von einer kleinen Kamera oder Yagi-Antenne.
Solange der zweite Kugelgelenkkopf intakt bleibt, kann man aber noch die Antenne am Rest befestigen:

gebrochener Doppelschraubstock

Viel stabiler, aber mit 3 kg Gwicht auch doppelt schwer ist ein Doppelschraubstock aus dem Stanley MaxSteel (Stanley 183069 Multi Angle Hobby Vice), der zwar auch billig verarbeitet ist und ebenfalls ohne Schnellspanner an Kugelgelenk und Backen ist, aber bei um 25 Euro pro Schraubstock kann man nicht mehr erwarten und er bricht nicht leicht. Die Spannweite beträgt 7,5 cm und die Spanntiefe 37 mm, also etwas mehr als beim ersten.
Für eine stoffschlüssige Verbindung wurden die Flächen am Spalt in der Mitte zuerst mit Brennspiritus und dann mit Aceton gereinigt, bestrichen mit dem 2-Komponentenkleber Pattex Montagekleber und nach dem Zusammenschraben mit Heißluft auf ca. 60°C erwärmt.
Im Gegensatz zum ersten ist dieser D. viel stabiler, so dass man auch eine 3,5 kg Parabolantenne sehr fest an ein Stahlrohr schrauben kann, auch bei nicht unerheblicher Windlast:
zweiter Doppelschraubstock, second double-vice zweiter Doppelschraubstock, double-vice zweiter Doppelschraubstock, double-vice, mit Parabolantenne zweiter Doppelschraubstock, double-vice, mit Parabolantenne
Daneben ist der Doppelschraubstock für Mieter auch eine alternative Befestigungsmöglichkeit für Satellitenschüsseln (Satellitenantennen), aber auch Antennen allgemein denn (in Deutschland) müssen die nur dann vom Vermieter genehmigt werden, wenn sie am Haus mit Dübeln und Schrauben montiert werden, denn das ist eine bauliche Veränderung und die kann die Bausubstanz beschädigen.
Für nur hingestelltes wie einen Balkonständer oder nur festgeklemmtes wie einen Doppelschraubstock benötigt man daher keine Genehmigung.

Gibt es weitere Hindernisse wie Denkmalschutz oder eine angebliche "ästhetische Beeinträchtigung der Hausfassade" hilft ein Tarnen, beispielsweise mit der Hintergrundfarbe Lackieren, eine unauffällige Flachantenne verwenden oder davor ein die Sicht verdeckender Sonnenschirm/Sichtblende oder anderes das möglichst aus Plastik sein sollte, da es für die Funkwellen transparent sein sollte. Mit einer Suche (Googeln) nach "getarnte Antenne" findet man zu dem Thema viele Produkte und Bilder, beispielsweise Antennen die so aussehen wie ein Stuhl oder eine Lampe.
Damit steht dem ungestörten Empfang nichts entgegen, denn, Zitat:

Ein Vermieter muss eine unauffällig montierte oder portable Satelliten­antenne meist dulden, dies haben zahlreiche Gerichts­urteile bestätigt. Wer etwa eine Schüssel mit 60 cm Durchmesser an einen Ständer montiert und auf den Balkon stellt, und das Kabel ohne Bohren mit einer Fensterdurchführung ins Wohnungsinnere leitet, tangiert die Interessen des Vermieters nicht. Allerdings ist diese Lösung nur möglich, wenn von Balkon oder Terrasse aus Blickkontakt zum Satelliten besteht.
Quelle (30.07.2013 09:18): http://www.teltarif.de/satellitenschuessel-balkon-mieter-vermieter-iptv/news/51960.html

Für länger dauernde Befestigungen kann man den Doppelschraubstock entölen/entfetten und die Gewinde mit Schraubensicherungslack fixieren. Zur Verwendung outdoor, also auch bei Regen, kann man ihn danach dick mit Zinkspray lackieren (einsprühen). Das Zinkspray ist auch überlackierbar, so dass man danach noch in der Wunschfarbe lackieren kann. Besonders gut eignen sich dazu Zinksprays mit der Angabe "ohne Grundierung überlackierbar".

Hosenniederhalter

Beim Gehen und insbesondere beim Radfahren bei Regen gibt es mit wasserdichten Überhosen nicht selten das Problem, das die Hosenenden nicht unterhalb vom oberen Stiefelende bleiben, so das Regen und Spritzwasser an das Bein und in den Schuh eindringt:
Spalt zwischen Überhose und Hose zum oberen Schuhende

Bei hohen Stiefeln, insbesondere solchen mit integrierten Gamaschen wie beim Kayland M11+, gibt es das Problem praktisch nie, dort genügt die Schwerkraft zum Niederhalten. Bei niedrigen Stiefeln wie Sicherheitsstiefeln vom Discounter hat man es häufig. Dagegen hilft die unteren Hosenenden niedrig zu halten, mit Hosenniederhaltern:
Hosenniederhalter, kein Spalt zwischen Überhose und Hose zum oberen Schuhende

Man kann sich diese in zwei Minuten selber machen. Dazu nimmt man einen Hosenträger, entfernt die Verbindung in der Mitte und kürzt die Beiden elastischen Bänder auf eine Länge von ca. 22 cm:
reduzierter Hosenträger Hosenniederhalter
Als Schuhe eignen sich gut die (S3-)Sicherheitsstiefel aus Glattleder, die man auch manchmnal bei Discountern wie Lidl und Aldi oder bei Restposten-Läden wie Jawoll findet, zu Preisen im Bereich von 15 bis 30 Euro. Vor dem ersten Tragen sollte man sie mit Imprägnierspray wasserdicht imprägnieren und nach dem Trocknen mit Lederfett (mit Bienenwachs) einreiben, denn damit hat man nicht nur eine Lederpflege sondern auch eine zusätzliche und tiefer gehende Imprägnierung, bei der das Fett die Hohlräume im Leder ausfüllt.

Update 2017-10

Inzwischen muss man sich die Hosenniederhalter nicht selber basteln sondern kann sie fertig im Supermarkt, Amazon, Ebay ... kaufen, unter dem Namen Universalspanner für ein Euro pro Stück:
Universalspanner
Allerdings sind deren Klammern kleiner, nicht so leicht zu öffnen wie die von Hosenträgern und das elastische Band hat eine maximale Länge von 16 cm, so das sie nicht ganz so gut sind wie gekürzte Hosenträger.

Steckdosendreher

Bei Steckdosen gibt es manchmal das Problem das man sie gedreht bräuchte, weil gewinkelte Stecker oder Steckergehäuse sonst kollidieren. In so einer Situation hilft ein Steckdosendreher weiter, ein kompakter Zwischenstecker, der um 90 Grad zur Seite dreht:
Steckdosendreher
Wie auf dem Bild rechts zu sehen ist es ein kompakter Zwischenstecker mit Drehschalter, den man mit Heißkleber schnell und zuverlässig fixieren kann.
Wie links im Bild zu sehen kann man damit auch stapeln und den Stapel mit Heißkleber fixieren.
Der abgebildete Stapel bietet zwei ungeschaltete Euro-Steckdosen und eine Funk-Schaltsteckdose mit Euro-Steckdose.
An der Steckdose sollte so ein Stapel mit Kabelbinder fixiert werden und er muss so angebracht werden das nichts dagegen stößt oder läuft.

Solche Zwischenstecker gibt es auch mit belechtetem Ringschalter und auch mit Kippschalter (USTECK Zwischenstecker).


Molex-Adapter im PC stabilisieren

Die Stromversorungs-Adapter für PCs sind häufig mangelhaft, weil sie in der Regel a) die Adern einzeln geführt haben, nicht gebündelt, und b) Stecker/Buchse nur notdürftig und mit viel Freiraum zusammengesteckt sind, so das sie sie häufig nicht sauber zusammenstecken lassen weil sie leicht verkanten und manchmal sogar aus der Plastikhülse rutschen: Gr_Molex_1-auf-3_original_2017-05sm.jpg



Dieser Murks lässt sich beseitigen mit i) Kabelbindern, die die Adern eines Strangs bündeln und b) Heißkleber, mit dem im zusammengesteckten Zustand Stecker und Buchse vergossen und so zentiert fixiert werden: Gr_Molex_1-auf-3_tuned_2017-05sm.jpg


Monitorständer für niedrige Monitore

Bei Monitoren wird nicht selten am Material gespart indem sie niedrig gebaut werden, so das sie schon für 1,8 m wenig große Menschen zu niedrig sind, weil deren Oberkante nicht auf Augenhöhe reicht, beispielsweise der Mitte 2017 noch um 900 Euro teure Samsung C34F791WQU. Dafür gibt es Monitorständer, aber die sind riskant wenn sie auf der Oberseite nur blankes Plastik haben, weil der Monitor beim Verstellen leicht Rutschen und damit auch Fallen kann. Dagegen hilft ein horizontaler Vollgummi-Reifen unter dem Monitor, den man beispielsweise auf Ebay.de als Sackkarrenrad oder Schubkarrenrad findet, für circa 15 Euro. Das Mittelstück aus Metall kann man meist einfach Abschrauben. Diese Reifen bestehen nicht aus Vollgummi sondern praktisch immer aus PU-Schaum, wodurch sie sehr viel leicht und billiger sind. So griffig wie Gummi sind sie zwar nicht, aber der Haftreibungskoeffizient ist deutlich besser als von blankem harten Plastik:
monitorstaender_2017-07.jpg
Die wirken auch schwingungsdämpfend, so das man sie beispielsweise auch als Mixer-Untersatz verwenden kann.

Lederwäsche mit der Waschmaschine

Kleidungsstücke mit Leder, auch Lederschuhe, in einer gewöhnlichen Waschmaschine zu waschen (ohne sie zu zerstören) ist sozusagen der heilige Gral der Maschinenwäsche, wird von vielen Leute auch heute (2017) noch für unmöglich gehalten. Dieser Mythos hat einen wahren Kern, denn bei der gewöhnlichen Wäsche mit Vollwaschmittel wird das Leder entfettet, wodurch es hart und brüchig wird, so dass es nach dem Trocknen leicht reißt. Es kann hinzu kommen, dass das Leder einläuft so dass das Kleidungsstück zudem nach der Wäsche zu klein ist.
Die verschiedenen Ledersorten überstehen die Vollwäsche unterschiedlich gut, so das man beispielsweise Skihandschuhe, die teilweise aus Leder bestehen, durchaus ein paar Mal mit Vollwäsche bei 40°C, und mit Schleudern bei 1400 UPM reinigen kann, circa fünfmal, bevor das Leder zerfällt, schon bei schwacher Belastung reißt. Besser ist eine schonende Lederwäsche mit einem Lederwaschmittel, denn damit kann man circa fünfzig mal waschen bevor das Leder zerfällt. Das Vorgehen für eine lange Nutzungsdauer ist wie folgt:

  • Möglichst selten waschen, generell ein- bis zweimal pro Jahr und nur wenn eine Wäsche nötig ist. Kleine Verschmutzungen sollten nur gezielt entfernt werden, beispielsweise leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Mikrofasertuch, schwere mittels Sattelseife. Dazu ist die Sattelseife auf einen feuchten Schwamm aufzubringen, z. B. die weiche Seite eines Topfschwamms, und damit zu reinigen.

  • Waschmaschine vorher ganz leeren, also alles Wasser, und damit auch Waschmittelrückstände, ablassen und zwar auch mit Herausnehmen vom Flusensieb.

  • Vorreinigen, groben Dreck entfernen, zumindest mit einem trockenen Tuch abwischen und bei Schuhen die Sohlen zumindest mit einer trockenen Bürste reinigen, damit Dreck auch aus dem Profil entfernt wird.

  • Vor dem in die Waschmaschine legen sollte die Wäsche auf links gedreht werden, also die Innenseite nach außen gedreht werden. Reißverschlüsse und andere Verschlüsse sind zu schließen.

  • Entfernen von Teilen die nicht aus Leder bestehen, z. B. Schuheinlagen und Schnürsenkel. Die abgenommenen Teile sind wenn nicht mehr verwendbar zu ersetzen, ansonsten mit üblicher 40°C Vollwäsche getrennt zu waschen, mit der anderen Wäsche (ohne Leder) zusammen, und jeweils in Wäschenetzen.

  • Für eine schonende Wäsche sind zumindest die Schuhe einzeln in ein Wäschnetz zu packen.

  • Die Waschmaschine ist zumindest halb zu füllen, notfalls mit alten Handtüchern als Polsterung.

  • Verwenden Sie zum nur ein spezielles Lederwaschmittel das rückfettend wirkt. Moderne Lederwaschmittel sind rückfettend und pH-freundlich, so dass das Leder nach der Wäsche nicht verhärtet ist. Ein Beispiel für ein Lederwaschmittel ist das relativ günstige Waschmittelkonzentrat "Bense & Eicke 500 ml Velveton Lammfell und Lederwaschmittel für Lederbekleidung Felle", das man unter anderem auf Ebay und Amazon 2017 findet.

  • Damit das Rückfetten vom Lederwaschmittel funktioniert darf nur ein Waschgang verwendet werden, also keine Vorwäsche, kein Spülen und kein Weichspülgang! Damit das sicher funktioniert muss man circa 5 Minuten nach dem Start den Wasserhahn abdrehen. Soll die Wäsche extra gründlich sein, sollte man dann auch den Strom für mehrere Minuten abstellen, weil in der stromlosen Zeit die Wäsche einweicht. Nach wieder Einschalten arbeitet die Maschine das Programm weiter ab, wie nach einem Stromausfall. Daneben sollte die Waschlauge bei Frontladern zumindest bis zum Glasfenster reichen, so dass man gegebenenfalls entsprechend nachfüllen muss, beispielsweise mit einer Gießkanne. Generell sollte eher etwas zuviel als zuwenig Lederwaschmittel dosiert werden, unter anderem wegen Waschmittelresten in der Maschine.

  • Waschen Sie das Leder mit 30 Grad und Wollwaschprogram ohne Schleudern, also mit Spülstopp und danach das Programm Abpumpen (ohne Schleudern). Danach sollten die Sachen mindestens 5 Minuten in der Maschine Abtropfen. Bei meiner Waschmaschine vom Typ Bosch WAE 28143 (Maxx 6 VarioPerfect) zeigte sich das sie trotz Schleuder-Einstellung "Spülstopp" nach circa einer halben Stunde anfing zu schleudern, denn Spülstopp verhindert nur das Endschleudern und nicht das Schleudern zwischen den Spülgängen. Daher sollte man bei der Maschine bleiben und beim Schleuder-Beginn Abschalten.

  • Nach dem Waschen sind die Schuhe umgedreht (Öffnung nach unten) auf den Wäscheständer zu legen, damit sie problemlos abtropfen können. Die Wäsche ist nach einem Tag trocknen wieder umzudrehen, von links auf rechts, also Außenseite nach außen, und möglichst glatt zum Trocknen aufzuhängen. Zum Trocknen wird nur Abtropfen und sanfte Lufttrocknung verwendet, bei Zimmertemperatur. Das Trocknen dauert deshalb meist länger als einen Tag, insbesondere bei steigeisenfesten Bergstiefeln und Lederjacken.

  • Um das Leder weich und flexibel zu halten, sollten Sie es während des Trocknens täglich einmal durchwalken.

  • Zum zügigen Trockenen sollten die Sachen so weit wie möglich geöffnet werden, also Reißverschlüsse auf, Knöpfe auf und Klettverschlüsse auf.
    Nach dem Trocknen ist empfehlenswert zur Lederpflege, insbesondere bei Teilen die wasserdicht sein sollen, beispielsweise Bergstiefel: Bienenwachs-Leder-Balsam gleichmäßig und dick auftragen. Es sollte mindestens einen Tag lang einziehen bevor überschüssiges mit einen trockenen Tuch, und in den Vertiefungen mit Wattestäbchen und Zahnstochern, abgerieben wird.

    Einige Bilder zur Lederwäsche mit steigeisenfesten Bergspiefeln (Kayland M11), Sicherheitssandalen, Sandalen, Torwart-Hansdchuhen und Jumpsuit/Skydivesuit:
    lederwaesche0.jpg lederwaesche1.jpg lederwaesche2.jpg
    Damit werden auch die Gerüche entfernt, beispielsweise Fußgeruch aus den Schuhen.

    Zeigen sich nach dem Trocknen dunkle Verfärbungen, kann man die meist mit etwas Chlorbleiche wie DanKlorix beseitigen. Dazu trägt man mit einem Wattestäbchen einen Tropfen auf und wischt dessen Reste nach eine Minute mit einem trockenen Tuch weg.


    Frontscheinwerfer beim Fahrrad aufrüsten

    Es gibt das weitverbreitete Vorurteil, das ein Frontscheinwerfer nach Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, kurz StVZO, dazu geeignet ist den Fahrweg ausreichend auszuleuchten, weil er ja den gesetzlichen Vorgaben genügt. Und die Frontscheinwerfer mit LED und viel Lux, also die meisten 2019 aktuellen, seien immer völlig ausreichend, auch weil viel besser/heller als die früheren simplen Frontscheinwerfer mit ineffizienter Glühbirne.
    Tatsächlich sind auch 2019 die meisten Frontscheinwerfer nach StVZO zum ausreichenden Ausleuchten vom Fahrweg a) zu schwach, haben zu wenig Lichtstrom, in Lumen angegeben, b) haben sie einen viel zu kleinen Ausleuchtungsbereich und c) steht nirgends in der StVZO das ein Frontscheinwerfer dazu geeignet sein muss den Fahrweg ausreichend auszuleuchten; er ist nur eine Positionslampe vorne, um andere Verkehrsteilnehmer auf die eigene Position und Bewegungsrichtung hinzuweisen, um Kollisionen zu vermeiden.
    Bei Lampen, die nur mit einem Dynamo betrieben werden, kommt hinzu das sie nur während der Fahrt leuchten und bei Schrittgeschwindigkeit nur schwach.

    Deshalb eignen sich Frontscheinwerfer nach StVZO zum ausreichenden Ausleuchten vom Fahrweg nur unter günstigen Bedingungen, z. B. wenn er schon durch Straßenbeleuchtung oder Dämmerung ausgeleuchtet ist oder bei einem sehr hellen Fahrweg.

    Schon auf schwarzem nassen Asphalt ohne Straßenbeleuchtung funktioniert das ausreichende ausleuchten nicht, insbesondere wenn noch Erde von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf dem Weg liegt. Kommen noch erschwerte Bedingungen wie dichter Nebel hinzu, funktioniert es so schlecht, das man nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren kann, vorausgesetzt man kann so langsam fahren.

    Deshalb sollte man zumindest eine zweite LED-Lampe mit mindestens 5 Watt verwenden, um nachts zumindest mit 25 km/h fahren zu können.
    Dazu habe ich zum Vergleich zwei Bilder von einem asphaltierten Weg, der stellenweise mit etwas Erde von landwirtschaftlichen Fahrzeugen bedeckt und ohne Straßenbeleuchtung ist, gemacht.
    Die Bilder sind ohne erschwerte Bedingungen wie dichter Nebel, Überschwemmung, Gegenlicht von entgegenkommenden Fahrzeugen, ein Sturm der Blätter über den Weg weht, Schneesturm oder Regen:

    20181228_191459_.jpg Hier sieht man die Ausleuchtung mit einem aktuellen Frontscheinwerfer nach StVZO (Black Dingo LED Batterie-Scheinwerfer Set 20 Lux StVZO, EAN 4260439680129), mit LED und vollen NiZn-Akkus, also Akkus die mit 1,6 V deutlich mehr Spannung abgeben als die üblicheren NiMH-Akkus (1,2 V), und damit für mehr Helligkeit sorgen.
    Trotzdem sieht man mit dem Frontscheinwerfer nach Vorschrift hier nur, dass der Bereich vor dem Rad frei ist, aber ein Weg ist nicht erkennbar; da könnte auch ein Acker oder eine Baustelle oder sonstwas sein. Mit dem schwachen Frontscheinwerfer sieht man den Bereich vor dem Rad nur ungenau.

    20181228_191526_.jpg Hier sieht man die Ausleuchtung mit zusätzlich einer 5 W LED-Taschenlampe (8000LM ZOOM XM-L2 U2 LED, befestigt mit Universal Fahrradhalter Bike Flashlight Mount). Damit hat man zumindest doppelte Sichtweite und sieht den Bereich vor dem Rad genauer, weil er viel heller ist; man erkennt nun Details wie Fußspuren und Fahrspuren. Nur mit dieser Zusatzlampe sieht man, das vorne ein Weg klar erkennbar ist und auch eine Wegeinmündung von rechts in circa 20 m Entfernung, bei der man abzubiegen muss, um zum 2 km nahen Leonberg zu kommen. Nur mit dieser zweiten Lampe kann man auch Fußgänger an den Wegrändern erkennen und sieht klar das hier keine vorhanden sind, weil nur die Zusatzlampe auch die Wegränder ausleuchtet.
    Das ist wichtig, weil die meisten Fußgänger, auch hier draußen, a) ohne Beleuchtung sind, b) keine Reflektoren tragen und c) dunkel gekleidet sind. Zudem zeigen sich immer wieder "Spezialisten", die i) nicht an den Wegrändern gehen sondern in der Wegmitte, ii) nebeneinander statt hintereinander gehen und iii) zusätzlich noch einen Hund, ebenfalls dunkel, ohne Refklektor und Beleuchtung, neben sich haben, so das auch ein 5 m breiter Weg plötzlich sehr schmal werden kann, insbesondere wenn man nur bergab rollt, mit 40 km/h. Da kann eine Zusatzlampe schon den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten - für die Fußgänger wie für den Fahrer.
    Eine andere Gefahr ist eine 5 m lange dünne Hundeleine, die quer über den gesamten Weg gespannt ist; auch da hilft die Zusatzlampe, weil man die Gefahr früher erkennt.
    Deshalb fahre ich nachts auf unbeleuchteten Wegen nur noch mit der Zusatzlampe und zusätzlich mit einer Timber Bell, eine ständig aktive Glocke, die das Rad auch akustisch anzeigt (AVAS, Acoustic Vehicle Alerting System).
    Wichtig ist bei der Zusatzlampe, a) eine schwenkbare Halterung, damit bei Gegenverkehr nach unten geschwenkt werden kann, also zum Drehen von Fern- auf Abblend-Licht, und b) ein von schmal bis breit einstellbarer Lichtkegel, denn in engen kurven, wie auch bei Wegen mit Hindernissen über dem Weg, wie Äste oder dornenbesetzte Zweige in Kopfhöhe, braucht man ihn breit, bei Bergabfahrten mit über Tempo 50 braucht man ihn schmal um weit zu sehen und weit von vorne gesehen zu werden.
    Wichtig ist die Montage auf dem Lenker, damit die Zusatzlampe immer in die Richtung leuchtet, in die gelenkt wird. Bei dem Frontscheinwerfer nach StVZO zeigte sich nämlich auch eine weitere Schwäche dadurch, das weil er wie vom Hersteller vorgesehen an den Rahmen montiert ist, man bei engen Kurvenfahrten vom Fahrweg überhaupt nichts ausgeleuchtet bekommt, außer sehr wenig von der Seite gestreutes Licht; da fährt man praktisch blind. Die obigen Bilder zeigen deshalb nur den Idealfall eines geraden Weges; in Kurven sind die Unterschiede noch größer.

    Headlights/Stirnlampen sind zum Radfahren nicht bis schlecht geeignet, weil man meist den Öffnungswinkel nicht einstellen kann und wenn ist der Griff zum Helm aufwendiger als der Griff zur am Lenker montierten Lampe. Hinzu kommt bei Nebel das man mit einer Lampe viel näher an den Augen auch viel mehr Streulicht vom Nebel, Schnee und anderem sieht.

    Nach § 67 Abs. 3 StVZO sind zwei Frontscheinwerfer zulässig, so das eine Zusatzlampe legal ist (http://www.stvzo.de/stvzo/b6.htm).

    Daneben muss man bei den günstigen LED-Lampen aus China, z. B. auf Ebay.de, darauf achten das die Leistungs-Angaben meist um 100 % über tatsächlichen Werten liegen: Zur "8000LM ZOOM XM-L2 U2 LED" wird angegeben die LED XM-L2 und die hat laut dem Hersteller Cree eine (maximale) Leistung von 10 W. Tatsächlich ist in der billigen Lampe natürlich eine viel billigere und schwächere eingebaut, wie auch die Messung zeigt, mit einer Stromaufnahme von 1,25 A bei 3,50 V auf erster/höchster Stufe, also rund 4,4 W, also nur aufgerundet 5 W, wovon nur rund 4 W bei der LED ankommen (wegen Umwandlungsverlusten und Eigenverbrauch der Steuerelektronik), die circa 400 Lumen Lichtstrom abgibt, während u. a. auf Ebay.de zu der Lampe 8000 Lumen, also zwanzigmal mehr, angegeben werden.
    Aber die "8000LM ZOOM XM-L2 U2 LED" ist trotzdem ausreichend, wie die Bilder zeigen, und für 12 Euro inklusive Versand, mit Akku und USB-micro-Kabel zum Laden, kann man nicht mehr erwarten.

    Taschenlampen-Tuning zum Radfahren

    Taschenlampen sind meist nur für die Benutzung durch Fußgänger gemacht und zeigen bei Erschütterungen, wie man sie am Fahrradlenker hat, nicht selten Wackelkontakte, was bei Taschenlampen mit LED meist dazu führt, das die Ansteuerelektronik sich abschaltet, bis man wieder einschaltet.
    Dagegen gibt es zwei Maßnahmen, mit denen sich das Problem vermeiden lässt: a) umwickeln des Akkus mit Klebeband, z. B. Tesafilm, so das er seitlich nur noch ganz schwach wackeln kann und b) ein längerer Kontakt, beispielsweise aus aufgelötetem Lötzinn, so dass die Kontakte etwas stärker auf den Akku gedrückt werden.
    Das funktioniert gut bei der schon im vorigen Kapitel erwähnten "8000LM ZOOM XM-L2 U2 LED" und das sieht so aus:
    Taschenlampen-Tuning_2018-11_m.jpg
    Damit die Plastik-Halterung im Schraubdeckel nicht durch das Löten, und die Feder darunter, verbogen wird, sollte man sie herausschrauben, an den beiden Löchern.
    Mit Wasser oder Kältespray kann man das Abkühlen nach dem Löten beschleunigen.
    Nebenbei reduziert das zusätzliche Klebeband die Gefahr eines Kurzschlusses, denn ich hatte schon den Fall das die originale dünne Isolation vom Akku durchgerieben wurde, so dass das Akku-Gehäuse leitend mit dem Taschenlampengehäuse verbunden war. Mit dem zusätzlichen Klebeband ist das praktisch ausgeschlossen.

    Leichte Hardware für Reisen/Touren, insbesondere Hochgebirgstouren

    Auf Touren, insbesondere Hochgebirgstouren, bei denen man seine Hardware selber tragen muss, möchte man die Hardware möglichst leicht, denn im Hochgebirge kann man schon wegen der dünnen Luft nicht viel mitschleppen. Ein Problem dabei ist aber, das die Hersteller und Händler zwar immer einen Preis angeben, aber meist nicht das Gewicht. Deshalb muss man meist selber wiegen, kann aber auch zumindest grob abschätzen, denn Gegenstände sind meist leichter wenn sie aus Plastik oder einer Aluminium-Legierung statt aus Eisen oder Stahl bestehen. Ein Beispiel sind diese beiden praktisch gleich großen (Mehrweg-)Teelöffel, denn die Version aus Edelstahl ist rund fünfmal schwerer als die aus Plastik:
    Loeffelvergleich_2018-11_m.jpg

    Ein anderes Kriterium ist die Dicke, denn sichtbar dünner bedeutet meist auch deutlich leichter. Ein Beispiel sind diese praktisch gleich langen Kabel mit Eurostecker, wie sie unter anderem für Notebook-Netzteile üblich sind: Das dicke ist rund dreimal schwerer als das dünne:
    Netzkabel_Eurostecker-C7_2018_m.jpg

    Das einfachste Kriterium für geringes ist der Preis, denn je weniger Material verwendet wird, desto billiger ist die Ware meistens. Im Zweifelsfall sollte man daher das billigere Produkt kaufen. Allerdings sollte man berücksichtigen das leichter/billiger auch weniger belastbar bedeutet. Bei dem leichten Netzkabel zeigte sich das beim Zusammendrücken der Kontaktstifte, für besseren Kontakt in einer alten Steckdose, eine Spitze abbrach, was Totalausfall bedeutet!

    Beim Gewicht kann man noch weiter tunen, neben einpacken von genau zu Tour passenden Mengen, z. B. eine kleine Reise-Zahnpastatube statt einer normal-großen, kann man auch funktional überflüssiges abschneiden, beispielsweise bei einer Zahnbürste den Stiel kürzen, bis man sich noch halbwegs damit die Zähne putzen kann.


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